Makuladegeneration

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Makuladegeneration – Die Methode Hancke

Artikel erschienen in den Gesundheits-Nachrichten (Schweiz)

Ausgabe 09/02

 

Die Augenkrankheit Makuladegeneration ist die häufigste Erblindungsursache in den westlichen Industrieländern. Da die klassische Augenheilkunde nicht befriedigend helfen kann und Millionen von Menschen unbehandelt, oder trotz mancher schulmedizinischer Behandlungsversuche, nahezu erblinden, sucht der Betroffene nach Behandlungsmöglichkeiten im alternativen Bereich der Medizin. Als das erfolgreichste und populärste alternative Verfahren stellt sich uns momentan das Verfahren Hancke aus Köln in Deutschland dar.

Jürgen Hancke ist Heilpraktiker und Staatlich geprüfter Augenoptikermeister. Er hat ein weltweit einzigartiges Therapieverfahren entwickelt. Über seine Vorgehensweise wurde in den Medien bereits häufig berichtet, wobei seine erfolgreich therapierten Patienten im Vordergrund standen. Wir möchten unseren Lesern die Methode und die Person Hancke etwas näher bringen und haben ihn deswegen interviewt.
 

 Herr Hancke, was genau ist Makuladegeneration? Können Sie uns kurz die Entwicklung der Krankheit beschreiben?

Die Makuladegeneration ist eine Augenkrankheit, die letztendlich fast zur Erblindung führt. Durchblutung, Stoffwechsel und Nervenfunktionen der Makula, der schärfsten Stelle des Sehens auf der Netzhaut, werden schlechter. Die Funktion der dort befindlichen Sehzellen lässt immer weiter nach, bis diese Zellen letztendlich vollkommen absterben. Dementsprechend lässt das Sehvermögen des Betroffenen immer weiter nach, bis der zentrale Bereich des der Netzhaut komplett blind ist.
 

Was sehen Sie als Ursache der Makuladegeneration an?

Ich bin überzeugt davon, dass es sich bei Makuladegeneration um eine Krankheit mit mehreren Ursachemöglichkeiten handelt. Grundsätzlich muss das visuelle System mit den Augen eine Schwachstelle im Körper sein, die genetisch bedingt ist. Bei den Eltern muss diese Schwachstelle nicht in eine Augenkrankheit gemündet haben, sie kann jedoch. Eine Krankheit bricht aber erst dann aus, wenn dieses schwache System überlastet wird. Überlastungen können entstehen durch eine Überforderung des Sehens selbst oder auch beispielsweise durch seelische Belastungen, die über den Zusammenhang zwischen den gehirnlichen Bereichen wichtige Leistungsfähigkeit im Sehzentrum rauben können. Diese Überlastungen können auf Dauer zu einer Leistungsminderung und dadurch zu einer Degeneration führen.

Man unterscheidet zwischen der feuchten und der trockenen Form der Makuladegeneration. Worin liegt der Unterschied?

Die trockene Form, welche bei ca. 85% aller an Makuladegeneration Erkrankten vorliegt, habe ich schon mit der Entwicklung der Krankheit skizziert.. Bei der feuchten Form kommt es zusätzlich noch zu einem Gefäßwachstum von der tiefer liegenden Aderhaut in die Netzhaut hinein, welche dadurch angehoben werden kann. Die große Gefahr dabei ist, dass es sehr leicht aus diesen Gefäßen bluten kann und dabei das Netzhautgewebe zerstört werden kann. Somit kann man grundsätzlich sagen, dass die feuchte Form dramatischer fortschreitet als die Trockene.
 

Wie viele Betroffene gibt es ? Welche Altersgruppe ist am stärksten betroffen

Die Makuladegeneration ist eine Augenkrankheit, von der in den Industrieländern weltweit ca. 50 Millionen Menschen betroffen sind. Allein in Deutschland spricht man von ca. 2 - 3,5 Millionen Betroffenen. Die Tendenz ist steigend. Überwiegend sind Menschen im Alter davon betroffen aber es gibt auch Jugendliche, die schon an einer Form der Makuladegeneration leiden. Statistisch gesehen hat jeder 4. ab dem 65. Lebensjahr eine Makuladegeneration.
 

Wie sind sie zur alternativen Medizin gekommen?

Als Augenoptikermeister hatte ich früher mit vielen Brillenträgern zu tun, einige hatten natürlich auch Augenkrankheiten. Ich musste erfahren, dass bei degenerativen Augenkrankheiten niemand helfen konnte. Da diese Betroffenen regelmäßig wiederkamen, konnte ich den fortschreitenden Sehschärfeverfall und die zunehmende Hilflosigkeit beobachten. Da ich mich damals schon seit vielen Jahren mit dem Zusammenhang Auge-Gehirn–Psyche beschäftigte, wusste ich, welche positive Wirkung allein schon die nach meiner Philosophie angefertigte Brille für einen Augenkranken hat. Eine gezielte Entlastung der gehirnlichen Seh-Funktionen brachte bei vielen meiner Klienten nicht nur eine Sehverbesserung. Immer mehr berichteten mir, dass diese Entlastung auch ihre Augenerkrankung und sogar andere Erkrankungen des Körpers eindeutig positiv beeinflusst habe. Dieses Verfahren der Brillenglasbestimmung konnte über viele Jahre weiter verbessert werden.

Bei schweren Augenkrankheiten kann eine Therapie-Brille allein meistens nicht genügend helfen. Da es von Seiten der klassischen Augenheilkunde keine Erfolg versprechenden Therapieansätze gab, musste ich andere Wege gehen. Ich wusste, dass die Akupunktur sehr wirkungsvoll bei Schmerzzuständen sein kann und das kann, meines Erachtens, nur über gehirnliche Mechanismen funktionieren. Wenn das möglich ist, dann muss das Gehirn auch im Sehzentrum zu aktivieren sein. Diese Annahme hat sich schnell bestätigt. Die wirkungsvollsten Punkte für die Augen fand ich ausschließlich im Stirnbereich. Dort  befinden sich viele hundert Punkte, die je nach Ergebnis der Diagnostik individuell kombiniert werden müssen. Damit war das Verfahren Hancke geboren. Es besteht aus Aktivierung durch Akupunktur und Entlastung durch eine so genannte Therapie-Brille, die auf die Akupunktur und die individuellen Möglichkeiten des Patienten abgestimmt wird.
 

Auf welcher Grundlage basiert Ihre Methode?

Meiner Meinung nach handelt es sich bei degenerativen Krankheiten grundsätzlich um Funktionsstörungen. Um ein degenerierendes Organ retten zu können müssen Entlastung und Aktivierung stattfinden. Ziel ist, damit die Leistungsfähigkeit des Organs, bzw. des gesamten Systems, innerhalb dessen sich das Organ befindet, zu fördern. Es verhält sich wie mit einem Bergsteiger, der einen Berg hinauf klettert, aber nicht mehr weiter kann und nach und nach herunter stürzt. Ich muss ihn entlasten, ihm den „Rucksack“  abnehmen, ihn aktivieren und motivieren. Dann hat er eine gute Chance, sich zu erholen, zu regenerieren und den Berg wieder zu erklimmen, bzw. nicht weiter herunterzufallen. Bei Augenkrankheiten kollabierende das visuelle System. Verantwortlich für Stoffwechsel, Durchblutung und Nervenfunktionen der Netzhaut ist das Sehzentrum im Gehirn. Also gilt es dieses zu aktivieren und zu entlasten. Die Aktivierung geschieht mittels der von mir entwickelten Stirnakupunktur. Deren Ziel ist, die Leistungsfähigkeit im Gehirn, speziell im Sehzentrum, zu erhöhen. Das Sehzentrum fördert darauf hin die erforderlichen körpereigenen Regenerationsmechanismen für die Augen. Die Entlastung geschieht bei den meisten Patienten über eine nach meinem Verfahren gemessene und gefertigte Therapiebrille. Diese unterscheidet sich von normalen Brillen durch spezielle Werte, die das visuelle System auf eine ganz bestimmt Art und Weise entlasten und gleichzeitig weiterhin adäquat fordern. Zusätzlich geben wir dem Patienten bestimmte Verhaltensempfehlungen an die Hand, durch die er selber dazu beitragen kann, mit seinem visuellen System angemessen umzugehen.
 

Könnte jeder Augenarzt oder Heilpraktiker mit Akupunkturerfahrung Ihre Methode übernehmen?

Nein. Schon alleine für die Brillenglasbestimmung nach meiner Philosophie reicht die augenärztliche Ausbildung nicht aus. Als Voraussetzung braucht man eine Ausbildung zum Augenoptikermeister und muss dann noch sehr viel  in meiner Praxis dazu lernen. Diese Messungen sind zur Ermittlung der vielen Akupunkturpunkte-Kombinationen notwendig, also erforderlich, um zu wissen, welche Akupunkturpunkte verwendet werden müssen. Der klassische Heilpraktiker hat auch keine Möglichkeit, mein Verfahren anzuwenden. Auch er müsste zumindest eine Ausbildung zum Augenoptikermeister vorschalten, um mein Verfahren nachvollziehen zu können. Ich arbeite zur Zeit daran, das Verfahren leichter anwendbar und vermittelbar zu machen.
 

In den Medien berichteten bereits einige von Ihren Patienten über gravierende Sehverbesserungen. Haben alle solch einen Erfolg?

Nein, manchen können wir auch gar nicht helfen. Einige nehmen wir auch erst gar nicht zur Therapie an, weil die Basis einfach zu schlecht ist. Die meisten Patienten reagieren gut aber nicht jeder hat massive Verbesserungen. Das wichtigste Ziel ist erst einmal, und das bespreche ich mit den Patienten immer ausführlich, das Aufhalten der fortschreitenden Sehverschlechterung. Wir versuchen natürlich in allen Fällen das visuelle System noch darüber hinaus zu fördern. Jedes Prozent an Verbesserung wird von den Patienten als Segen empfunden. Wir streben an, alles herauszuholen, was noch herauszuholen ist.

Wir therapieren immer nur dort, wo die Erwartungen des Patienten mit den Aussichten, wie wir sie finden können, übereinstimmen. Wir möchten zufriedene Patienten. Der Erfolg der Therapie hängt auch davon ab, wie gut der einzelne Patient reagiert. Regeneration kann nur im Rahmen der individuellen körperlichen, psychischen und genetischen Voraussetzungen stattfinden. Man kann leider nicht exakt voraussehen, wie gut ein Patient reagiert.

Die meisten reagieren mit der Stagnation der Krankheit oder mit kleinen bis hin zu massiven Sehverbesserungen.
 

Wie lange hält die Therapie an? Ist der Stillstand bei Makuladegeneration durch Ihre Methode gewährleistet?

Selbstverständlich nicht. Wir können nicht jedem helfen. Der dauerhafte Erfolg hängt auch davon ab, wie konsequent der Patient die Therapiebrille trägt und sich an unsere Verhaltensempfehlungen hält. Sein visuelles System darf nicht überlastet werden. Bei den meisten schaffen wir es, den Stillstand zu erreichen, bei vielen steigt die Sehschärfe noch weiter an und das meist bei den Patienten, die sich konsequent an die Empfehlungen gehalten haben.
 

Birgt Ihre Therapie Risiken?

Nein. Da kein operativer Eingriff stattfindet und keine Medikamente gegeben werden bestehen keine Risiken und Nebenwirkungen. Lediglich an der Einstichstelle der Nadel im Bereich der Stirn kann es mal zu „blauen“ Flecken kommen.
 

Die Schulmedizin öffnet sich immer mehr den alternativen Behandlungsmethoden und nähert sich damit ja Ihrem Bereich an. Inwieweit geben Sie der Naturheilkunde und der Schulmedizin die Chance zusammen zu arbeiten?

Ich bin offen für die Zusammenarbeit und arbeite auch mit Ärzten zusammen. Es gibt Augenärzte, die wahrscheinlich niemals einen alternativen Weg begehen würden aber es werden immer mehr Ärzte, die mir Patienten empfehlen und auch wissen wollen, wie die Erfolge zustande kommen. Ich bin überzeugt davon, dass gerade in den nächsten Jahren die Patienten alternative, menschlichere und ganzheitlicher orientierte Behandlungsmethoden immer stärker einfordern werden. Das geschieht auch heute schon. Ich befürworte das sehr. Es geben sich immer weniger Patienten alleine mit den Informationen aus der Schulmedizin, bzw. mit deren Leistungen zufrieden, sondern sie sind bemüht, sich umfassend zu informieren, um als mündiger Patient über das eigene Schicksal besser mitentscheiden zu können. Das erkennen auch immer mehr Schulmediziner und beschäftigen sich zunehmend mit alternativer Medizin. Insgesamt könnte sich daraus eine günstigere Basis für eine Zusammenarbeit von klassisch und alternativ arbeitenden Medizinern, Ärzten und Heilpraktikern ergeben. Ich wünsche mir das für alle Patienten.

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