Bestechende Erfolge
Artikel erschienen in der Esotera 1/2000 von
Anne Niemeyer
Mit einer aufeinander abgestimmten Behandlung aus
Akupunktur und "therapeutischer Brille hilft der Heilpraktiker und Augenoptiker-Meister Jürgen Hancke
"austherapierten" Augenkranken.
Es begann im Frühjahr 1996: Zuerst hatte die damals
43jährige Verkäuferin Frau L. aus M. Schwierigkeiten beim Lesen - die Buchstaben wirkten
verschwommen, gerade Linien verbogen, die Farben blasser. Sehr kurzsichtig war sie zeitlebens gewesen,
doch das hatte sie mit Kontaktlinsen ausgleichen können. Dann konnte sie die Gesichter ihrer Kunden und
die Zahlen auf der Kasse nicht mehr erkennen. Diagnose ihres Augenarztes: "Makula-Degeneration", eine -
nach Meinung der Augenärzte - eher altersbedingte degenerative Veränderung der Netzhaut. Auf der Stelle
des schärfsten Sehens, der Makula, hatten sich Ablagerungen gebildet. Für Frau L. war es ein Schock, als
der Augenarzt ihr eröffnete: "Damit müssen sie leben. Aus schulmedizinischer Sicht gibt es keine
Behandlungsmöglichkeit.
Rapide schritt die Verschlechterung ihrer Augen
fort, nur noch schemenhaft nahm sie die Gesichter wahr, bald darauf konnte sie nur noch hell und dunkel
unterscheiden. Sie verlor ihren Beruf, begann zunehmend unter Depressionen zu leiden und dachte daran,
freiwillig aus dem Leben zu scheiden:
In dieser Situation kam sie zufällig mit einem Busfahrer ins Gespräch, der ihr von einer Verwandten
berichtete, die an derselben Augenkrankheit gelitten hatte wie sie. Diese sei erfolgreich mit Akupunktur
behandelt worden. Hoffnungsvoll, aber skeptisch, meldete sich Frau L. bald darauf in der Kölner Praxis des
Heilpraktikers und Augenoptikermeisters Jürgen Hancke an. Zusammen mit zehn Mitarbeitern hilft er
insbesondere den von der Schulmedizin aufgegebenen Patienten mit einer speziell von ihm entwickelten
Therapie, die im Wesentlichen auf einer bisher weltweit einmaligen Schädelakupunktur beruht. Mittlerweile
war Frau L. Sehschärfe auf rund 25 Prozent gesunken. Im Mai 1998 unterzog sie sich zwölf
Akupunktur-Behandlungen von je etwa 25 Minuten Dauer. Das an ein Wunder grenzende Ergebnis: Die Sehschärfe
ihres rechten Auges stieg - in Kombination mit einer speziell angefertigten "Therapiebrille" - auf 117
Prozent, die ihres linken auf 92 Prozent.
Fassungslos vor Glück, aber zunächst noch skeptisch, ob
das auch so bleiben würde, wartete sie zunächst einmal ab. Ein Jahr später - sie trägt Kontaktlinsen gegen
ihre starke Kurzsichtigkeit und die therapeutische Brille - hat sich dieses sensationelle Ergebnis
stabilisiert. "Ich bin überglücklich. Meine Depressionen sind natürlich verschwunden", sagt die resolut
wirkende Verkäuferin, die inzwischen wieder eine neue Anstellung gefunden hat.
Frau L. ist eine von mittlerweile weit über tausend
Patienten, denen Jürgen Hancke - mit verblüffendem Erfolg - helfen konnte: "Unsere Patienten sind in der
Regel von der Schulmedizin aufgegeben, nicht mehr therapierbar oder leiden von vornherein an so genannten
unheilbaren Augenkrankheiten", so der erst 38-jährige, dem die Begeisterung für seine Tätigkeit deutlich
anzumerken ist. In seiner nur drei U-Bahn-Stationen vom Kölner Hauptbahnhof entfernten 540 Quadratmeter
großen Praxis wird er von zwei weiteren Therapeuten, drei Augenoptiker-Meistern und fünf Helferinnen
unterstützt.
Unter den zahlreichen Patienten aus der ganzen Welt in den
hellen, modern eingerichteten Räumen ist eine gewisse Fröhlichkeit zu spüren - die Gewissheit, zur
richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Fast alle, so ist zu erfahren, haben nervenaufreibende Odysseen
durch Augenarzt-Praxen und Augenkliniken hinter sich.
So auch die heute 13-jährige Nadine John, die mit sieben
Jahren unter "Retinitis Pigmentosa" zu leiden begann, einer degenerativen Erkrankung, die zur Verkümmerung
der Netzhaut, Schwund des Sehnervs, Einengung des Gesichtsfeldes und schließlich zur Erblindung führt. Im
Beisein Nadines hatte der behandelnde Augenarzt ihrer Mutter geraten, sie möglichst bald auf einer
Blindenschule anzumelden und beide mit den Worten entlassen: "Damit müssen Sie sich abfinden."
Bereits nach drei Wochen der im Mai 1999 begonnen
Akupunktur-Therapie trat bei der Schülerin eine deutliche Besserung ein. Die Sehschärfe ihres rechten
Auges verbesserte sich von 16 auf 30 Prozent, die ihres linken von 8 auf 25 Prozent. Nach insgesamt 27
Akupunkturen kann Nadine wieder lesen und wieder am Schulsport teilnehmen.
"Schon am Anfang meiner Augenoptiker-Ausbildung vor 18
Jahren habe ich mich darüber gewundert, warum es gerade bei Krankheiten wie der Makula-Degeneration keine
richtige Therapiemöglichkeit gab - wo doch die Augen so eng mit dem Gehirn zusammenhängen", sagt Jürgen
Hancke. Er beschäftigte sich mit den Themen "Gehirn", "Psyche" und "Sehen", begann eine
psychotherapeutische Ausbildung und erkannte bald: "Wenn man etwas für die Augen tun will, kann es nur
über den Weg von Psyche und Gehirn laufen."
Fortan setze er seine ganze Energie in die Erforschung der
Ursachen von Augenkrankheiten. "Wie ist der Regelkreis von Augen, Gehirn und Psyche so zu aktivieren, dass
körpereigene Heilungsmechanismen angeregt werden?" fragt er sich. "Normalerweise steuert das Gehirn über
das Sehzentrum die Gesunderhaltung der Augen - den Stoffwechsel, die lokale Durchblutung, die
Nervenfunktion. Die körpereigenen Regelmechanismen können sogar ein krankes Auge wieder regenerieren.
Liegt aber eine Überlastung des Sehzentrums vor, versagen diese Selbstheilungs-Mechanismen. Die Augen sind
nur ein Mittler von Informationen. Ist das Sehzentrum überfordert, verkümmert das Auge", erkannte der
Heilpraktiker.
Als eine der Hauptursachen dieser Überforderung machte er
die Unfähigkeit der Augen aus, synchron zusammenzuarbeiten. Wenn das Gehirn sich verglich müht, die Augen
parallel zu stellen - bedingt durch kleinste Winkelveränderungen im Auge, die bei Stress oder starker
psychischer Belastung auftreten können - verliere es schließlich an Leistung.
Die Voraussetzung dafür, dass die Augen gesund bleiben,
sei das richtige Funktionieren des Sehzentrums. Das Ziel einer Therapie, so Jürgen Hancke, liege unter
anderem darin, ein eingeschränkt arbeitendes Sehzentrum wieder so zu reaktivieren, dass es die beiden
Einzelbilder der Augen möglichst synchron zusammenfügen kann und dadurch zur Heilung der Augen beiträgt.
Basierend auf Messungen für das
ganze visuelle System, speziellen diagnostischen Tests und durch Selbstversuche - auch Jürgen Hanckes
Augen arbeiten nicht deckungsgleich - entwickelte er sein neues Akupunkturverfahren, das weder mit der
chinesischen Akupunktur allgemein noch der "Schädelakupunktur nach Dr. Toshikatsu Yamamoto" identisch ist.
"Ich habe herausgefunden", sagt er, "dass die stärksten Punkte, die das Sehzentrum stimulieren, im
Kopfbereich liegen. Heute weiß ich, was genau welcher Punkt und welche Punktekombination bewirken."
Grundsätzlich setzt Hancke sein Therapieverfahren bei
allen Augenkrankheiten ein, auch bei der schulmedizinisch nicht aufhaltbaren und unheilbaren Retinitis
Pigmentosa, bei Netzhauterkrankungen, die durch Diabetes entstehen, Grünem und Grauem Star. Spezialisiert
aber ist er auf die Behandlung der Makula-Degeneration. Rund 80 Prozent seiner Patienten kommen, zumeist
"austherapiert", mit dieser Diagnose in seine Praxis. Jürgen Hancke: "Bei 90 Prozent der Behandelten kann
der Verfall des Augenlichts aufgehalten werden. In den meisten Fällen wird er sogar umgekehrt." Kurz- und
Weitsichtigkeit hingegen, bei der die Augenlinse ein Bild nicht mehr exakt auf die Netzhaut projiziert,
lassen sich am ehesten noch bei Kindern während der Wachstumsphase aufhalten und reduzieren. Schwierig sei
eine Behandlung, wenn das Auge nicht mehr wächst.
Bei der Therapie nach Hancke wird zunächst mit Sehtests
die Leistung und die Belastung des visuellen Systems geprüft, mit Hauptaugenmerk auf der Zusammenarbeit
von rechter und linker Gehirnhälfte. Für jeden Patienten wird ein individueller Therapieplan festgelegt:
"Jeder Patient erhält unterschiedliche Akupunkturpunkte und Punktekombinationen, die im Sehzentrum einen
möglichst großen Impuls bewerkstelligen", erklärt Hancke. "Wir stimulieren verschiedene Bereiche im
Sehzentrum und im Auge."
Eine Behandlung besteht gewöhnlich aus 20 bis 60
Akupunktursitzungen innerhalb von einer bis vier Wochen. Dabei liegen meist drei etwa 20 bis 25-minütige
Akupunkturen - mit halbstündiger Pause - an einem Tag.
Entscheidend aber ist laut Hancke die Kombination aus
Akupunktur und darauf abgestimmter "therapeutischer Brille", die das Sehzentrum entlastet und die Augen
auf eine ganz bestimmte Art und Weise aktiviert. "Die Therapiebrille, die nach der Akupunktur angepasst
wird, bewirkt einerseits, dass die Bilder beider Augen bestmöglich synchronisiert werden, da die kleinste
Abweichung das Sehzentrum belastet; andererseits regt sie die Augen dazu an, ihr Defizit zu kompensieren.
Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass so genannte "tote" Netzhautbereiche oftmals nur tot erscheinen und dann
grundsätzlich reaktiviert werden können. Sogar bei Vorliegen von Netzhautnarben ist eine Sehverbesserung
möglich."
Noch müssen die Patienten die Behandlungskosten in fast
allen Fällen selbst tragen. So auch die 68-jährige Helene Rolke, die zwar kaum versteht, dass ihre
Krankenkasse nichts zahlt, aber trocken meint: "Mir ist meine Sehkraft lieber als Geld auf der Bank." Ihr
linkes Auge war von "feuchter altersbedingter Makula-Degeneration", das recht von "trockener
Makula-Degeneration" und "Grauem Star" befallen. Links hatte sie nur noch eine Sehschärfe von 4, rechts
von 69 Prozent. Nach der vierwöchigen Behandlung - an jeweils drei Tagen hintereinander wurde sie je
dreimal akupunktiert - sind es heute 61 Prozent im linken und 112 Prozent im rechten Aue. "Seit der
Akupunktur sind auch meine ständigen Kopfschmerzen verschwunden", stellt sie erfreut fest.
Dass sich chronische Leiden besserten, sei eine
häufige auftretende "Nebenwirkung" der Akupunktur, bestätigt einer der mitarbeitenden Therapeuten. Bei
einer Patientin wurden Rheuma-Medikamente überflüssig, bei anderen verschwanden Tinnitus, Unfruchtbarkeit
und schwere Depressionen. Den Grund vermutet er darin, dass während der Akupunkturbehandlung unbewusste
Konflikte verarbeitet würden, denn häufig äußerten Patienten danach, "wie im Traum" eine vergangene
Situation wieder erlebt zu haben. Andere weinten einfach, wüssten nicht warum und fühlten sich dann aber
völlig erleichtert. Jürgen Hancke selbst mein: "Man muss das ganzheitlich sehen. Wenn das Sehzentrum
belastet ist, kostet das Energie. Bei einer Sehverbesserung ist diese Energie wieder frei, um andere -
auch unbewusste - Probleme zu bearbeiten."
Auch die 72-jährige Annie Friedrichs hatte sich wegen
ihrer Makula-Degeneration im vergangenen August insgesamt 39 Akupunkturen unterzogen Ihre Sehschärfe, die
sich innerhalb von vier Monaten auf rechts 42, links 50 Prozent reduziert hatte, ist nach der Behandlung
und mit therapeutischer Brille wieder auf 85 Prozent im rechten und 100 Prozent im linken Auge gestiegen.
"Ich fahre wieder Auto wie früher und bin überglücklich, dass ich wieder sehen kann. Auch um die insgesamt
14 000 Mark, die ich für die Behandlung gezahlt habe, tut es mir nicht leid", so die alte Dame mit dem
ausgeprägten Kölner Dialekt. "Als mir mein Augenarzt im vergangenen Mai statt eines neuen Brillenrezepts
die Broschüre "Die altersbedingte Makula-Degeneration" in die Hand drückte, habe ich den Schock meines
Lebens gekriegt", erinnert sie sich mit Schaudern. Dieses Merkblatt, von Augenärzten an ihre Patienten
verteilt - stellt die Betroffenen vor vermeintlich harte Fakten: "Eine tatsächliche Heilung ist nicht
möglich", heißt es darin. Um gleich gar keine Hoffnung aufkommen zu lassen, werden alternative Therapien
schon im Vorfeld verteufelt. "Zu warnen ist vor Heilmethoden, die viel versprechen und nichts halten.
Akupunktur, Infusionsbehandlungen, Gabe von Sauerstoff, Spritzen hinter das Auge und was immer auch an
"Wundermitteln" angepriesen wird, das alles hilft nur dem Anbieter und kostet Sie viel Geld. Erfolge, von
denen in den Medien manchmal berichtet wird, erklären sich zum Teil dadurch, dass die Makula-Degeneration
von selbst zum Stillstand kommt und die Sehschärfe sich gelegentlich sogar spontan etwas bessern kann."
Was aber berichten Patienten über die Reaktion des
jeweiligen Augenarztes auf die messbaren Sehverbesserungen? "Mein Augenarzt, bei dem ich mich gut
aufgehoben fühle, reagierte positiv und war sofort zur Zusammenarbeit mit Jürgen Hancke bereit", berichtet
Helene Rolke. Leider eine Ausnahme: Zu seiner Patientin Anni Friedrichs könne er natürlich aus
Datenschutzgründen nichts sagen, so ihr Facharzt für Augenheilkunde, der ihren bisherigen Sehverfall
untersuchte. "Aber Akupunktur-Verfahren - solche Versuche gibt's ja schon lange - halte ich für nicht
Erfolg versprechend." Solange ein Wirksamkeitsnachweis durch eine Studie fehle, überzeuge ihn ein
Einzelfall nicht, doch "wenn's hilft, habe ich nichts dagegen" meint er gönnerhaft - ohne jedoch näher
nachzufragen.
Frustriert war auch Frau L. von der Nachuntersuchung bei
ihrem Augenarzt. "Irgend etwas stimmt hier nicht, ich muss alle Untersuchungen wiederholen", wunderte sich
der. Als die Patientin ihm von der Akupunkturbehandlung berichtete, habe er sich eher desinteressiert
gezeigt und sie mit der Bemerkung verabschiedet: "Es ist ein Wunder, dass Sie wieder sehen können." Einem
Fachkollegen in einer Augenklinik, den Frau L. auf ihrer Suche nach Hilfe kennen gelernt hatte, war indes
sofort klar: "Für mich ist das eine Spontanheilung." Angesichts der mittlerweile mehr als tausend
Patienten, denen Jürgen Hancke mit seiner Akupunktur in den letzten Jahren helfen konnte wahrhaftig eine
wundersame Häufung von "Spontanremissionen".
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